Aktuelles
| Auf den Spuren der Römer |
Eigentlich ist er ja ein Niedershäuser Bub- Wilfried Paeschke- der erste Vorsitzende des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes e.V.; denn er hat während seiner Teenager- und Studienzeit in Niedershausen gelebt. Hier hat er noch viele Freunde und Bekannte und was lag näher, als seinen Jugendfreund Jürgen Itz und die Naturfreunde nach Waldgirmes einzuladen.
Die Archäologie hatte es ihm schon immer angetan aber nach Beendigung seiner Schuldienstzeit am Wetzlarer Gymnasium, war er ihr gänzlich verfallen. Waldgirmes, ein Ortsteil von Lahnau, war in den 80er Jahren bestenfalls durch den Fußball bekannt. Niemand wäre auf die Idee gekommen archäologische Ausgrabungen vorzunehmen. Der Waldgirmeserin Gerda Weller und ihrem Hobby ist es zu verdanken, dass in Waldgirmes die Reste einer Römischen Stadt gefunden wurden. Jeweils nach heftigen Regengüssen ging sie aufs Feld und suchte im abgespülten Erdreich nach Scherben. Als Frau Weller eines Tages Scherben fand die ihr ungewöhnlich erschienen, befragte sie einen Experten und die Sensation war perfekt. Historiker und Archäologen erkannten sofort, dass dies Scherben römischer Tongefäße sein müssen und, dass an diesem Ort eine- möglicherweise die erste- zivile römische Stadt im rechtsrheinischen Germanien war.
Paeschke war schon immer rhetorisch gut drauf, aber bei seinen Erläuterungen spürte man die Leidenschaft zu seiner Arbeit. Die Erklärungen sprudelten förmlich aus ihm hervor und fesselten die Zuhörer.
Die Ausgrabungen sind z.Z. abgeschlossen und das Römische Forum zeigt sich als eine rechteckige, mit Steinen begrenzte Fläche, in deren Mitte ein Bronzereiter steht. Das Reiterstandbild stellt Kaiser Augustus dar. Es ist eine Nachbildung des Künstlers und Designers Heinrich Janke aus Braunfels, der anhand gefundener Bronzescherben und deren Größenvorgaben eine moderne Nachbildung schaffte. Eine Meisterleistung mit vielen liebevollen Detailwiedergaben. Bewusst stellte Janke Augustus als Reiter ohne Rüstung dar, um seine Friedfertigkeit zu den Germanen zu verdeutlichen. Angefangen hat es, als man eine verschütten Brunnen fand. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Fundgrube. Historiker vermuten, dass die Römer vor den Germanen geflohen sind und ihren Feinden nichts überlassen wollten, als einen Berg städtischer überreste. Wilfried Paeschke erklärte, dass man damals allen Unrat in nicht mehr genutzte Brunnenschächte schmiss. Ein Glück, wie er fand. Es war wirklich eine Fundgrube. In 11 Metern Tiefe, im Fass artigen Brunnenboden fand man sensationelle Dinge.
Von Zwei- jahrtausend Jahren altem Schlamm bedeckt fand man zunächst etwas Metallenes. Beim Reinigen wurde deutlich, dass all die geleistete Arbeit allein durch diesen einen Fund belohnt wurde. Es war der Pferdekopf eines Reiterstandbildes. Außerdem fand man ein Schuhfragment und andere vergoldete Fragmente des Standbildes. Zudem noch diverse Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Gewandspangen (sogenannte Fibeln, die Verschlüsse der Kleidungen), Goldmünzen, pilzförmige Schmiedeambosse, Hammerlötkolben, Sicheln und andere Geräte.
Paeschkes Frage, was gewesen wäre, wenn Rom nicht die Varus-Schlacht verloren und Germanien rechts des Rheins in sein Reich eingegliedert hätte? Es ist theoretisch aber vielleicht wären Giessen und Wetzlar Vortorte von Waldgirmes.
Im kleinen Kinosaal der Geschäftsstelle konnten die Niedershäuser Naturfreunde noch einen sehr interessanten DVD-Film über die Ausgrabungen und Ausschnitte aus Fernsehfilmen sehen.
Den kulinarischen Abschluss gab es in der Hausstädter Mühle, wo die Naturfreunde deutsche und mediterrane Küche genießen- und sich wie die Römer fühlen konnten. |
| Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2011 |
Die Naturfreunde Niedershausen wünschen allen Bürgerinnen und Bürger ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2011
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| Jubiläum |
Die Jubilare mit ihren Urkunden von links:
Heinz Schäfer, Werner Reis, Heinz Hardt, Heinz Zimmermann, Rudi Camenzind, Helmut Weber, Heinz Heberling, Karlheinz Hartung, Ernst Zimmermann, Werner Müller, vom Vorstand Jürgen Itz und Kurt Neu , nicht auf dem Bild Horst Braun (hat die Aufnahme gemacht)
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Eigentlich ist er ja ein Niedershäuser Bub- Wilfried Paeschke- der erste Vorsitzende des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes e.V.; denn er hat während seiner Teenager- und Studienzeit in Niedershausen gelebt. Hier hat er noch viele Freunde und Bekannte und was lag näher, als seinen Jugendfreund Jürgen Itz und die Naturfreunde nach Waldgirmes einzuladen.
Paeschke war schon immer rhetorisch gut drauf, aber bei seinen Erläuterungen spürte man die Leidenschaft zu seiner Arbeit. Die Erklärungen sprudelten förmlich aus ihm hervor und fesselten die Zuhörer.
Von Zwei- jahrtausend Jahren altem Schlamm bedeckt fand man zunächst etwas Metallenes. Beim Reinigen wurde deutlich, dass all die geleistete Arbeit allein durch diesen einen Fund belohnt wurde. Es war der Pferdekopf eines Reiterstandbildes. Außerdem fand man ein Schuhfragment und andere vergoldete Fragmente des Standbildes. Zudem noch diverse Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Gewandspangen (sogenannte Fibeln, die Verschlüsse der Kleidungen), Goldmünzen, pilzförmige Schmiedeambosse, Hammerlötkolben, Sicheln und andere Geräte.
Im kleinen Kinosaal der Geschäftsstelle konnten die Niedershäuser Naturfreunde noch einen sehr interessanten DVD-Film über die Ausgrabungen und Ausschnitte aus Fernsehfilmen sehen.
Die Naturfreunde Niedershausen wünschen allen Bürgerinnen und Bürger ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2011
Die Jubilare mit ihren Urkunden von links:
Heinz Schäfer, Werner Reis, Heinz Hardt, Heinz Zimmermann, Rudi Camenzind, Helmut Weber, Heinz Heberling, Karlheinz Hartung, Ernst Zimmermann, Werner Müller, vom Vorstand Jürgen Itz und Kurt Neu , nicht auf dem Bild Horst Braun (hat die Aufnahme gemacht)